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Warum eine Genossenschaft?

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Ertragsdaten 60 kW PV-Anlage auf der Montessorischule in Potsdam

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Im Folgenden möchten wir versuchen, wichtige Fragen zum Thema Genossenschaft zu beantworten:

  • Was ist eine Genossenschaft?

  • Eine Genossenschaft ist ein Zusammenschluss von natürlichen und juristischen Personen (Personenvereinigung), die gemeinsam und gleichberechtigt ein Unternehmen unterhalten. Entscheidungen werden gemeinsam und demokratisch getroffen. Die Genossenschaft ist eine Sonderform oder Weiterentwicklung des wirtschaftlichen Vereins, der aufgrund der niedrigeren Hürden für jedermann zu gründen offen steht. Tatsächlich mutet die eingetragene Genossenschaft (eG) wie eine Mischung aus Kapitalgesellschaft (insbesondere der Aktiengesellschaft) und Verein an. Ein wichtiger Aspekt ist, dass jedes Mitglied einer Genossenschaft nur mit seinem eingesetzten Kapital haftet und alle Mitglieder - unabhängig von der Höhe des finanziellen Beitrags – in der Generalversammlung gleiches Stimmrecht haben. Weitere Informationen zum Thema Genossenschaft bei Wikipedia.
     
  • Warum eine Genossenschaft?

  • Das Genossenschaftsmodell hat den Vorteil, dass es die Durchführung weiterer Projekte erleichtert, denn es muss nicht für jede neue Anlage eine neue Gesellschaft gegründet werden. Die Genossenschaft kann also wachsen und Anleger können zu beliebiger Zeit neue Genossenschaftsanteile erwerben, ohne dass der Verwaltungsaufwand erhöht wird.
     
  • Was unterscheidet das Gesellschaftsmodell der Genossenschaft von dem der GbR?

  • Bei der GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) investiert der Anleger eine bestimmte Summe in eine PV-Anlage und erhält – regelmäßig – über 20 Jahre verteilt sein Kapital verzinst zurück. Am Ende der 20 Jahre hat die Anlage den Buchwert Null und das Gesellschaftskapital ist vollständig ausgeschüttet worden (der reale Restwert und somit die Möglichkeit, weiterhin Erträge zu erwirtschaften oder Liquidationserlöse zu erzielen, hängt natürlich davon ab, wie gut die Anlage nach den 20 Jahren noch funktioniert).
    Bei der Genossenschaft erwirbt der Anleger mit einem Genossenschaftsanteil eine Beteiligung an einem werbenden und wirtschaftenden Unternehmen, dessen “Wert” und Kapital nach Möglichkeit erhalten bleibt. Die Laufzeit der Genossenschaft ist nicht auf die Lebensdauer einer einzelnen Anlage beschränkt. Im Gegensatz zur GbR wird das Kapital deshalb nicht kontinuierlich zurück gezahlt, sondern bleibt auf Dauer in der Genossenschaft. Wie bei Kapitalgesellschaften erhält der Anleger seinen Kapitaleinsatz nicht “automatisch” und kontinuierlich zurück, er kann ihn nur durch Verkauf seines Anteils (dies ist immer möglich, falls sich ein Käufer findet) oder durch Kündigung seiner Beteiligung (dies unterliegt Einschränkungen, um die Stabilität des Unternehmens zu garantieren, vgl. hierzu unten 4.) wieder erhalten. Sowohl bei der GbR und als auch bei der Genossenschaft handelt es sich also um langfristige Kapitalanlagen, bei denen eine Verfügbarkeit des Kapitals nicht kurzfristig garantiert werden kann.
     
  • Warum lohnt sich die langfristige Investition in Anlagen zur Produktion von Energie aus regenerativen Quellen?

  • Vielen ist inzwischen bewusst, dass die Menschheit in den letzten Jahrzehnten "von der Substanz gelebt hat", um ihren Energiebedarf zu decken und dass die Energieträger (Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran), die wir zur Zeit nutzen, um unseren Lebensstil zu sichern, endlich sind. Die Zeit, in der wir die Verknappung dieser Ressourcen an den steigenden Preisen erkennen, hat schon begonnen. Unser Energiebedarf wird sich trotz Bemühungen zur Einsparung nicht um Größenordnungen verringern lassen. Aus diesem Grunde kann die langfristige Investition in Anlagen, die Energie aus regenerativen Quellen produzieren, als ausserordentlich sicher eingeschätzt werden, denn die Nachfrage ist garantiert. Die Idee der "Neue Energie Genossenschaft" ist es, die Investition in Energieproduktionsanlagen nicht nur den großen Unternehmen zu überlassen, sondern jedem Bürger die Möglichkeit zu bieten, sich auch mit kleinen Beträgen an einem solchen Unternehmen zu beteiligen. Das Erneuerbare Energie Gesetz (EEG) hat hierfür günstige Voraussetzungen geschaffen. Insbesondere Photovoltaikanlagen eignen sich aus mehrere Gründen hierfür ausserordentlich gut: Erstens ist die Sonnenstrahlung als "Rohstoff" für die Energieproduktion "umsonst", die Sonne schickt keine Rechnung. Zweitens sind die Erträge gut voraussehbar und die Einnahmen Dank des EEG genau kalkulierbar. Dies erlaubt eine einfache und sichere Abschätzung der Rentabilität einer solchen Anlage.
     
  • Wie verzinst sich mein investiertes Kapital?

  • Wie unter Punkt 3. beschrieben kann die Rentabilität einer PV-Anlage mit ziemlicher Sicherheit vorausberechnet werden. Dank EEG ist die Vergütung für "Sonnenstrom" auf 20 Jahre gesichert und die laufenden Kosten sind gut zu planen. Die Genossenschaft strebt eine Verzinsung des Kapitals von 4% an. Die erste Anlage auf der Montessorischule verspricht eine Rendite von 4,5% (siehe Kalkulation). Es soll auch in Zukunft nur in Anlagen investiert werden, die mindestens diese Rendite erreichen, um das Verzinsungsniveau von 4% halten zu können.
     
  • Wie kann ich mein Kapital zurückbekommen?

  • Grundsätzlich gilt für die Kündigung eines Genossenschaftsanteils eine Frist von zwei Jahren. Nach Ablauf dieser zwei Jahre wird der Genossenschaftsanteil ausgezahlt, wenn das Mindestkapital nicht einen bestimmten, in der Satzung festgeschriebenen, Wert unterschreitet. Sollte dies der Fall sein, muss gewartet werden, bis die erforderliche Liquidität der Genossenschaft erreicht ist. Diese Regelung und die lange Kündigungsfrist sind notwendig, da der Großteil des Kapitals der Genossenschaft in Anlagen zur Produktion von Energie gebunden ist.