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Ertragsdaten 60 kW PV-Anlage auf der Montessorischule in Potsdam

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Warum eine Genossenschaft?


kleine Gemeinschafts-Photovoltaikanlagen - sogenannte Bürgersolaranlagen - werden in der Regel in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) organisiert. Der größte Vorteil dieser Rechtsform ist der geringe Bürokratische Aufwand für Gründung und Betrieb der Gesellschaft, ein schwerwiegender Nachteil ist die unbegrenzte gesetzliche Haftung jedes GbR Mitglieds. Ein weiterer Nachteil ist, dass für jede neue Anlage eine neue Gesellschaft gegründet werden muss.
 
Der geplante Bau einer 60 kWp PV-Anlag auf der Montessorischule und das Ziel in Potsdam regelmäßig weitere PV-Anlagen zu bauen, war für den Potsdamer Solarverein Anlaß, sich über alternative Gesellschaftsformen Gedanken zu machen. Aus vielerlei Gründen erschien die Gesellschaftsform der eingetragene Genossenschaft für diese Zwecke am besten geeignet:
  • Die Genossenschaft ist schon seit mehreren Jahrhunderten eine bewährte Unternehmensform in der sich Menschen oder juristische Personen zusammentun und in einer starken Gemeinschaft vorwiegend wirtschaftliche Ziele verfolgen.
  • Der finanzielle und administrative Aufwand für die Gründung ist überschaubar.
  • Das Unternehmen kann wachsen und der Bau neuer Anlagen kann kontinuierlich über die Jahre erfolgen ohne, dass jedesmal eine neue Gesellschaft mit neuer Geschäftsführung gegründet werden muss.
  • Alle Entscheidungen werden demokratisch per Abstimmung getroffen und jedes Mitglied hat unabhängig von der Anzahl seiner Genossenschaftsanteile nur eine Stimme.
  • Es handelt es sich um eine sehr sichere Rechtsform da jede Genossenschaft einem Prüfverband angehört der alle zwei Jahre die Geschäftsführung kontrolliert.
"Gemeinsam erreichen, was einer allein nicht schaffen kann" - Dieses Motto der Genossenschaftsbewegung kann also auch für den Ausbau der regenerativen Energien in Anspruch genommen werden.
 
Die Gründung der Neue Energie Genossenschaft erfolgte im April 2008 durch 8 Gründungsmitglieder. Bevor eine Genossenschaft jedoch die Geschäfte und neue Mitglieder aufnehmen kann, muss sie noch mehrere Hürden nehmen: Zum einen die Gründungsprüfung des Geschäftsplans durch einen Genossenschaftsverband, diese Prüfung meisterte die NEG bereits im Mai 2008. Zum Anderen die Eintragung in das Genossenschaftsregister beim Potsdamer Amtsgericht. Ende Juli konnte auch hier Erfolg gemeldet werden. Die Neue Energie Genossenschaft ist somit geschäftsfägig und kann jeder Zeit neue Mitglieder aufnehmen.